Ganz knapp verloren - 2. und 3. Mannschaft machten es spannend

Die 2. Mannschaft scheiterte an Tabellenführer Hellern mit 3,5: 4,5. Sie setzte ein Zeichen. Trotz des letzten Tabellenplatzes gehört sie in diese Liga! Auch die 3. Mannschaft hielt sich gut. In dieser Klasse kommt es immmer auf die Tagesform an. Leider hatten wir 35 Grad Untertemperatur.

Dieses mal geht es bei der Berichterstattung nicht so sehr um den gesamten Ablauf. Habe ihn auch nicht verfolgen können. Aber dafür andere Themen:  Verhalten und Regelkunde.

Unsere 2. stand 3:4 im Rückstand. Volker Ribbe stand lange Zeit schlechter, konnte sich aber in eine ausgeglichene Stellung retten. Er sah keinen Gewinnweg und hat letztlich - nach Frage an den Mannschaftsführer - Remis angeboten. Muß man bei dem Stand mit Gewalt auf Sieg spielen? Diskussion ist freigegeben.....

Und es gab einige Punkte zur Regelkunde. Volker Ribbe bot Remis an und meinte, nach jedem Zug das Remisangebot wiederholen zu müssen, um es aufrecht zu erhalten. Die Turnierordnung ist da eindeutig: Remis bietet man nur an, wenn man selbst am Zug ist. Also - Zug ausführen, remis anbieten und Uhr drücken. Jetzt sollt der Spieler den Mannschaftsführer fragen, ob er es annehmen soll. Der gibt ihm einen Rat  unter Berücksichtigung des Spielstandes, darf dabei aber nichts zu derPartie selber sagen. z.B: Nein, stehst doch klar besser, kannst doch... Dann kann man warten. Ich habe es in der Praxis schon erlebt, dass mein Gegner 1 Stunde abgewartet hat, um zu sehen, wie sich der Mannschaftskampf entwickelt. Wenn er einen Zug macht, einfach so oder mit einem freundlichen "ich spiele weiter" ist das Remisangebot abgelehnt. Das urspüngliche Remisangebot gilt auch nicht weiter. Die Wiederholung des Remisangebotes ist nicht zulässig. Wenn - muss es später der Gegner machen. Lehnt man es ab, darf man dann später doch noch ein 2. mal...

Bei der 3. Mannschaft gab es was ganz seltenes. In der Zeitnotphase passieren die verrücktesten Sachen. Ich darf über andere gar nicht reden. Habe in der letzten Saison eine eigene Figur geschlagen ohne ( oder doch) dass es gemerkt wurde. Samstag war der Gegner von Marius Kypke in großer Zeitnot. Marius blitze mit (totaler Blödsinn - aber wie gesagt, auch oft mein Fehler). Im 38. Zug stand er im Schach, übersah das aber ebenso wie sein Gegner und die Partie ging weiter. Dazu die Turnierordnung: wird während der Partie festgestellt, das eine solche Situation entstanden ist, wird die Partie zurück gestellt. Die Uhr wird anteilig zurück gestellt. Aber beide haben nichts gemerkt. Und nach dem Ende einer Partie kann man das nicht mehr reklamiern.

Und in dieser Partie ging es verrückt weiter. Der Gegner zog den 40. Zug - Zeitkontrolle -. Bevor er die Uhr drückte, fiel sein Plättchen. Auch da ist die Turnierordnung eindeutig: es reicht nicht, den 40. Zug gemacht zu haben. Zum Zug gehört das drücken der Uhr. Also: Zeittot. Horst Hüsemann hatte der letzten Saison einen solchen Fall. Einige Diskussionen. Aber dann war klar: gewonnen.

In einer akuten Zeitnophase - meistens bei beiden Gegnern - stellt sich jemand ans Brett und schreibt mit. Derjenige hat dann die Funktion des Schiedsrichters. Wenn er der Mannschaftsfführer ist, sowieso. Er muss dann sofort schreien - Platte !!! und auf Verlust entscheiden. Egal ob Freund oder Feind.

Steffen Schnier stand zwar am Brett aber Marius hatte (Mitblitzen ..) so schnell den 41. Zug gezogen, dass er es nicht schaffte, einzugreifen. Und damit war Zeitüberschreitung kein Theman mehr. Tja - so haben wir knapp verloren.

 



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